Die Förderprojekte 2026/2027

Die Förderprojekte 2026/2027

Zwei Projekte, zwei unterschiedliche Wege und ein gemeinsames Ziel: Mit den Förderprojekten möchte ich etwas von dem zurückgeben, was durch die Allgäuer Holztiere möglich wird. Denn mit jedem verkauften Holztier fließen 50 Cent in ausgewählte Umwelt- und Bildungsprojekte im Allgäu. Die Förderprojekte 2026 und 2027 verbindet deshalb ein gemeinsamer Gedanke: Kindern Raum zum Entdecken, Gestalten und Spielen zu geben.

Beim „Ferienspaß ohne Grenzen“ des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu konnten rund 280 Kinder ihr eigenes Holztier fertigen und gestalten. Im Kindergarten St. Martin in Stiefenhofen wiederum stehen 80 Kindern zusätzliche Allgäuer Holztiere für das gemeinsame freie Spiel zur Verfügung. Beide Projekte setzen an unterschiedlichen Stellen an: Beim Ferienspaß geht es darum, mit den eigenen Händen etwas zu gestalten. Im Kindergarten darum, eigene Welten entstehen zu lassen. Und beide führen zu einer Frage, die mich inzwischen weit über diese Projekte hinaus beschäftigt: Wie viel müssen wir Erwachsenen eigentlich vorgeben, damit Kinder selbstständig lernen können? Und wie viel dürfen wir ihnen einfach zutrauen?

Förderprojekt 1: Hase oder Igel?

Diese Entscheidung stand beim „Ferienspaß ohne Grenzen“ in Lindenberg gleich zu Beginn im Raum. Rund 280 Kinder entschieden sich während der drei Veranstaltungstage für einen vorbereiteten Hasen oder Igel aus bayerischem Ahornholz. Damit begann für jedes Kind der gleiche Weg. Zumindest beinahe. Das Holztier wurde eingespannt, mit den eigenen Händen geschliffen, immer wieder mit den Fingern geprüft und anschließend gestaltet. Das Team des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu und ich begleiteten die Kinder dabei und halfen dort, wo Unterstützung gefragt war.

Hinter diesem Ablauf stand ein eigens für den Ferienspaß entwickeltes Konzept. Denn die Kinder sollten nicht einfach ein fertiges Holztier bemalen. Sie sollten einen natürlichen Werkstoff kennenlernen, einfache handwerkliche Arbeitsschritte selbst ausführen und erleben, wie durch die eigene Arbeit aus einem vorbereiteten Rohling ihr ganz persönliches Holztier entsteht. Ein Allgäuer Holztier entsteht normalerweise in mehreren Arbeitsschritten. Dazu gehören auch Maschinen und Tätigkeiten, die nicht für Kinder geeignet sind. Für den Ferienspaß habe ich deshalb Hase und Igel aus meiner regulären Produktion genommen und den Herstellungsprozess so angepasst, dass möglichst viel von der Entstehung eines Holztiers für Kinder selbst erfahrbar wird.

Die entscheidende Frage dabei war: Was muss ich vorbereiten und was können die Kinder selbst übernehmen? Und wie viel muss vorgegeben sein, damit ein greifbares Ziel entsteht, ohne die Freiheit auf dem Weg dorthin einzuschränken? Hase und Igel gaben zunächst nur den Rahmen vor. In meiner Werkstatt in Stiefenhofen bereitete ich 280 Rohlinge aus bayerischem Ahornholz so weit vor, dass alle Arbeiten mit Maschinen bereits erledigt waren. Alles Weitere sollte möglichst in den Händen der Kinder liegen. Dafür entstanden eigens kleine Spannvorrichtungen, in denen die Holztiere sicher befestigt werden konnten. Es gab Schleifpapier, pflanzliche Lasuren, fertige Holztiere zur Orientierung und natürlich Unterstützung durch uns Erwachsene. Damit war das Ziel klar und für jedes Kind greifbar: Am Ende sollte ein selbst gefertigter Hase oder Igel mit nach Hause genommen werden können. Wie dieses Tier auf dem Weg dorthin seinen ganz eigenen Charakter bekam, blieb dagegen bewusst offen.

Daniel Köpf von Allgäuer Holztiere beim Ferienspaß des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu. Vor ihm stehen ein handgefertigter Hase und Igel aus bayerischem Ahornholz als Vorlagen für das Förderprojekt 2026/2027.

Holz begreifen und selbst etwas schaffen

Bevor Farbe ins Spiel kam, wurde an der Werkbank geschliffen. Hase oder Igel wurden eingespannt und Stück für Stück bearbeitet. Dabei ließ sich unmittelbar erleben, wie sich das Material durch die eigene Arbeit verändert. Mit den Fingern über das Holz fahren, eine raue Stelle entdecken, schleifen und anschließend wieder fühlen. Noch nicht glatt? Dann noch einmal. So lange, bis sich das Ergebnis richtig anfühlt.

Gerade diese Verbindung von Wahrnehmen und eigenem Handeln war ein wichtiger Teil des Konzepts. Die Kinder sollten Holz nicht nur als fertiges Produkt kennenlernen. Sie konnten spüren, wie sich der Werkstoff bearbeiten lässt und wie ihre eigene Arbeit das Ergebnis verändert. Dabei waren Feinmotorik und Konzentration gefragt, manchmal auch etwas Geduld und natürlich hin und wieder Unterstützung. Das Entscheidende war aber unmittelbar erfahrbar: Ich mache etwas und dadurch verändert sich etwas.

Auch der Kinderschutzbund hat genau darin einen besonderen Wert gesehen. Anja Kronenberg, pädagogische Mitarbeiterin und zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, beschreibt es so:

„Die Kinder konnten selbst tätig werden, ausprobieren und gestalten und am Ende etwas in den Händen halten, das durch die eigene Arbeit entstanden ist. Dieses Erleben von ‚Das habe ich selbst geschafft‘ stärkt nicht nur Geschick und Kreativität, sondern auch Selbstvertrauen und die Wertschätzung für Material und Handwerk.“
– Anja Kronenberg, Kinderschutzbund Lindenberg/Westallgäu

Nach dem Schleifen ging es ans Gestalten. Auch dabei sollte es Orientierung geben, aber keine verpflichtende Vorlage. Die Kinder konnten sich anschauen, wie die fertigen Hasen und Igel der Allgäuer Holztiere gestaltet sind. Wer Unterstützung wollte, bekam sie. Wer sich am Vorbild orientieren wollte, konnte das tun. Und wer schon eine ganz andere Vorstellung im Kopf hatte, durfte dieser folgen.

Und dann wurde es bunt. Manche Kinder orientierten sich sehr genau und konzentriert am Vorbild. Andere kombinierten Farben, erfanden Muster oder ergänzten Details, die in meiner Werkstatt vermutlich nie entstanden wären. Einige Tiere blieben zurückhaltend, andere wurden ziemlich selbstbewusst gestaltet. Am Ende waren aus zwei Ausgangsformen rund 280 eigenständige Kreationen entstanden.

Genau diese Vielfalt war für mich eines der schönsten Erlebnisse der drei Tage. Denn sie machte sichtbar, was der offene Teil des Konzepts ermöglichen sollte. Alle Kinder hatten ein greifbares Ziel vor Augen und arbeiteten mit ähnlichem Material. Trotzdem musste das Ergebnis nicht gleich aussehen. Ein klarer Rahmen und kreative Freiheit schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Manchmal braucht es gerade einen überschaubaren Rahmen, damit genügend Raum für eigene Ideen entstehen kann.

Auch Anja Kronenberg beobachtete, dass die Kinder genau so viel Anleitung bekamen, wie sie brauchten, gleichzeitig aber Raum hatten, selbst auszuprobieren und ihren eigenen Weg zu finden. Besonders schön war für sie, dass viele auch dann weitermachten, wenn etwas nicht beim ersten Versuch funktionierte. Sie übten, zeigten Geduld und überwanden kleine Schwierigkeiten. Am Ende stand deshalb nicht nur ein selbst gestalteter Hase oder Igel auf der Werkbank. Dazwischen lagen auch viele kleine Erfahrungen mit Ausdauer, Konzentration und dem Gefühl, etwas selbst geschafft zu haben.

Daniel Köpf von Allgäuer Holztiere hilft Kindern beim Fertigen und Gestalten ihrer Holztiere beim Ferienspaß des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu. Gemeinsam entstehen Hase und Igel aus bayerischem Ahornholz.

Gemeinsame Zeit und Teilhabe

Eine weitere Beobachtung des Kinderschutzbundes hatte ich bei der Planung des Projekts gar nicht im Auge: Viele Kinder arbeiteten gemeinsam mit ihren Eltern an den Holztieren. Da wurde zusammen geschliffen, gefühlt, über Farben gesprochen, geholfen, gewartet und manchmal gemeinsam überlegt, wie es weitergehen könnte. Aus einem handwerklichen Angebot für Kinder entstand so ganz nebenbei auch gemeinsame Zeit zwischen Kindern und Erwachsenen. Gerade bei einem Ferienprogramm ist das vielleicht ein besonders schöner Nebeneffekt: Nicht das möglichst schnelle fertige Ergebnis steht im Vordergrund, sondern der Weg dorthin.

Der „Ferienspaß ohne Grenzen“ ist für die teilnehmenden Kinder kostenfrei. Auch das gehört zum Konzept des Kinderschutzbundes und war für mich ein wichtiger Bestandteil dieses Förderprojekts. Denn Erfahrungen wie diese sollten nicht davon abhängen, ob eine Familie einen Teilnahmebeitrag bezahlen kann.

„Für den Kinderschutzbund ist es ein zentrales Anliegen, dass gute und bereichernde Angebote nicht davon abhängen, wie viel Geld eine Familie zur Verfügung hat. Kinder haben ein Recht auf Teilhabe, auf Spiel, Freizeit, kulturelle Erfahrungen und darauf, sich kreativ auszudrücken.“
– Anja Kronenberg, Kinderschutzbund Lindenberg/Westallgäu

Ein Angebot mit Holz, Farben, Werkzeugen und vorbereiteten Rohlingen verursacht natürlich Materialkosten und benötigt viel Vorbereitung und Betreuung. Genau an dieser Stelle können Förderprojekte einen Unterschied machen: Sie ermöglichen Erfahrungen, die sonst vielleicht nicht oder nicht in diesem Umfang stattfinden könnten.

Was ich von den Kindern gelernt habe

Normalerweise entsteht ein Allgäuer Holztier vollständig in meiner Werkstatt. Ich beschäftige mich mit der Form, schleife, gestalte und entscheide über viele kleine Details, bevor eine Holzfigur die Werkstatt verlässt. Beim Ferienspaß war mein Anteil bewusst früher beendet. Ich hatte den Herstellungsprozess vorbereitet und einen Rahmen geschaffen. Danach konnte ich beobachten, was passiert, wenn Kinder diesen Rahmen selbst ausfüllen.

„Es ist erstaunlich, welche Fantasie und Kreativität Kinder entwickeln können, wenn man ihnen einen verständlichen Rahmen gibt, sie unterstützt und ihnen gleichzeitig genügend Freiraum lässt. Dabei lernen nicht nur die Kinder. Für mich waren diese drei Tage genauso bereichernd und haben mir einen noch besseren Blick dafür gegeben, was Kinder brauchen, um sich frei und kreativ entfalten zu können.“
— Daniel Köpf, Allgäuer Holztiere

Daniel Köpf von Allgäuer Holztiere gemeinsam mit dem Team des Kinderschutzbundes Lindenberg/Westallgäu beim Ferienspaß. Gemeinsam begleiten sie Kinder beim Fertigen und Gestalten von Hase und Igel aus bayerischem Ahornholz.

Besonders die Vielfalt der entstandenen Holztiere hat mir gezeigt, wie unterschiedlich Kinder dieselbe Ausgangssituation interpretieren und mit eigenen Ideen füllen. Und vielleicht war noch etwas anderes wichtig: nicht sofort einzugreifen, wenn etwas anders gemacht wird, als ich es selbst machen würde. Ein Kinderhase muss nicht so aussehen, wie ein Hase meine Werkstatt normalerweise verlässt. Für diese drei Tage, die vielen Begegnungen und Gespräche und alles, was ich dabei selbst lernen durfte, bin ich sehr dankbar.


Förderprojekt 2: Wenn die Holztiere in den Kindergarten einziehen

Daniel Köpf von Allgäuer Holztiere übergibt Kindern im Kindergarten St. Martin in Stiefenhofen handgefertigte Holztiere aus bayerischem Ahornholz. Die Kinder entdecken und bespielen gemeinsam die neuen Holzfiguren des Förderprojekts.

Das zweite Förderprojekt beginnt an einem ganz anderen Punkt. Hier wird nicht geschliffen und gestaltet. Die Holztiere sind bereits fertig und dürfen genau das tun, wofür sie ursprünglich entstanden sind: Kinder beim freien Spielen und Entdecken begleiten.

Der Kindergarten St. Martin liegt nur wenige hundert Meter von meiner Werkstatt in Stiefenhofen entfernt. Aus den Einnahmen des St.-Martins-Fests und der Adventsfenstereröffnung hatte der Elternbeirat für rund 600 Euro Allgäuer Holztiere für die drei Kindergartengruppen angeschafft. Über das Förderprogramm der Allgäuer Holztiere kamen weitere Figuren im Wert von 300 Euro hinzu. Damit stehen den Kindern Holztiere im Gesamtwert von rund 900 Euro zur Verfügung. Pferde, Kühe, Füchse, Hasen, Igel, Eichhörnchen, Frösche, Enten, Rehe und Dachse bilden inzwischen eine ziemlich stattliche kleine Tiergemeinschaft. Und zumindest im Kindergarten scheint das Zusammenleben von Dachs, Kuh, Frosch und Eichhörnchen erstaunlich unkompliziert zu funktionieren.

Daniel Köpf von Allgäuer Holztiere übergibt dem Kindergarten St. Martin in Stiefenhofen handgefertigte Holztiere aus bayerischem Ahornholz. Kinder, Elternbeirat und Kindergartenteam präsentieren gemeinsam die Holzfiguren des Förderprojekts.Hinter diesem Projekt steht ebenfalls ein pädagogischer Gedanke. Viele der Tiere, mit denen die Kinder spielen, gehören zu ihrer unmittelbaren Lebenswelt. Rehe und Dachse leben in unseren Wäldern, Feldhasen auf unseren Wiesen, Kühe und Pferde prägen die Allgäuer Kulturlandschaft. Manche dieser Tiere begegnen den Kindern tatsächlich draußen. Andere kennen sie aus Beobachtungen, Erzählungen, Büchern oder Geschichten. Ein Dachs beispielsweise lebt zwar direkt vor unserer Haustür, dürfte aber von deutlich weniger Kindern persönlich gesehen worden sein als eine Kuh.

Durch das Spiel können solche Tiere trotzdem Teil der eigenen Erfahrungswelt werden. Beobachtetes, Gehörtes und Erfundenes vermischt sich. Ein Tier, das am Wochenende auf einer Wiese gesehen wurde, kann am Montagmorgen plötzlich mitten in einer neuen Geschichte auftauchen. Dabei geben die Holzfiguren selbst bewusst wenig vor. Sie blinken nicht, sprechen nicht und erklären auch nicht, was als Nächstes passieren soll. Ohne die Fantasie eines Kindes passiert mit ihnen zunächst erstaunlich wenig. Genau darin liegt ihre Stärke. Denn das Kind entscheidet, wer das Tier ist, wo es lebt, wem es begegnet und wie die Geschichte weitergeht. Dabei darf die beobachtete Natur genauso eine Rolle spielen wie die eigene Fantasie.

„Die Kinder sind hellauf begeistert von den Holztieren. Besonders schön ist, dass sie Tiere aus unseren Bergen, Feldern und Wäldern wiedererkennen und ihnen im freien Spiel ganz nah kommen. Wenn man genau hinhört, beginnen die Tiere sogar zu sprechen und erzählen ihre eigenen Geschichten.“
— Conny Dreyer, Elternbeirat des Kindergarten St. Martin

Dieser letzte Satz beschreibt ziemlich genau, worum es beim freien Spiel geht. Natürlich sprechen die Holztiere nicht. Und gleichzeitig tun sie es doch. Ihre Stimmen, ihre Charaktere und ihre Geschichten entstehen in der Fantasie der Kinder. Der gleiche Dachs kann heute vorsichtig durch einen Wald laufen, morgen mit einem Pferd befreundet sein und übermorgen vielleicht etwas tun, das einem echten Dachs biologisch betrachtet eher schwerfallen dürfte. Das Spiel muss keine naturkundliche Dokumentation sein. Die Tiere schaffen einen Bezug zur realen Lebenswelt der Kinder, ohne ihre Fantasie darauf zu begrenzen.

Warum dieses Projekt vor der eigenen Haustür beginnt

Dass die Holztiere im Kindergarten St. Martin nur wenige hundert Meter von dem Ort entfernt bespielt werden, an dem sie entstehen, macht dieses Projekt für mich besonders. Es geht dabei um mehr als räumliche Nähe. Die Allgäuer Holztiere zeigen überwiegend Tiere, die Teil unserer Landschaft und Lebenswelt sind. Genau diese Verbindung möchte ich Kindern zugänglich machen.

„Mir ist wichtig, Kindern im Allgäu die Möglichkeit zu geben, ihre natürliche Umgebung spielerisch zu entdecken. Reh, Feldhase, Dachs oder Braunvieh gehören zu der Landschaft, in der sie aufwachsen. Die Holztiere geben dabei keine Geschichte vor. Was daraus entsteht, entscheiden die Kinder selbst.“
— Daniel Köpf, Allgäuer Holztiere

Für mich liegt der besondere Wert darin, dass Kinder ihre natürliche Umgebung nicht nur erklärt bekommen. Sie dürfen sie selbst entdecken, beobachten und im Spiel neu zusammensetzen. Vielleicht taucht der Feldhase vom Spaziergang am nächsten Morgen in einer Geschichte im Kindergarten wieder auf. Und vielleicht erlebt er dort ein Abenteuer, das in keinem Bestimmungsbuch über Feldhasen vorgesehen ist.


Zwei Projekte, ein gemeinsamer Gedanke

Beim Ferienspaß beginnt alles mit einem Rohling. Die Kinder bearbeiten das Holz, gestalten ihr eigenes Tier und nehmen anschließend etwas mit nach Hause, an dessen Entstehung sie selbst beteiligt waren. Im Kindergarten beginnt alles mit einem fertigen Holztier. Was anschließend daraus wird, bleibt offen. Das eine Projekt gibt Kindern die Möglichkeit, selbst etwas zu schaffen. Das andere schafft Raum, selbst Geschichten entstehen zu lassen.

Beim einen wird aus einem Stück Holz ein persönlicher Hase oder Igel. Beim anderen wird aus einem Holztier eine Figur in einer Geschichte, die wenige Minuten später schon wieder ganz anders aussehen kann. Beiden liegt derselbe Gedanke zugrunde: Kinder brauchen Möglichkeiten, ihre Umwelt mit den eigenen Händen, ihren eigenen Ideen und in ihrem eigenen Tempo zu entdecken. Dafür braucht es Erwachsene, die vorbereiten, erklären und unterstützen. Aber eben auch Erwachsene, die wissen, wann sie sich zurücknehmen können. Deshalb geht es nicht um die Frage, wie viel wir Kindern vorgeben, sondern darum, wie viel wir ihnen zutrauen können.

Transparenz: Wie werden die Fördermittel eingesetzt?

Mit jedem verkauften Allgäuer Holztier fließen 50 Cent in Umwelt- und Bildungsprojekte im Allgäu. Zu diesem Versprechen gehört für mich auch, transparent zu machen, wo diese Unterstützung ankommt und welchen Umfang sie tatsächlich hat.

Für den „Ferienspaß ohne Grenzen“ wurden insgesamt 280 Hasen und Igel aus bayerischem Ahornholz vorbereitet. In den Förderwert fließen die Holzrohlinge und das benötigte Material, die Entwicklung und Vorbereitung des kindgerechten Fertigungskonzepts sowie meine eingebrachte Arbeitszeit ein. Insgesamt ergibt sich daraus ein Förderwert von rund 2.700 Euro. Beim Kindergarten St. Martin wurden über das Förderprojekt zusätzliche Allgäuer Holztiere im Wert von 300 Euro zur Verfügung gestellt. Damit beträgt der gesamte Förderwert der beiden Projekte 3.000 Euro.

Dieser Betrag liegt über den Fördermitteln, die allein 2026 aus den vorgesehenen 50 Cent je verkauftem Holztier zusammenkommen. Deshalb werden die Fördermittel aus 2026 und 2027 gemeinsam für diese beiden Projekte eingesetzt. Die nächste Förderrunde ist für 2028 vorgesehen. Ideen für neue Förderprojekte können bereits eingereicht werden. Gesucht werden Projekte aus dem Allgäu, die Kindern Natur näherbringen, Umweltbildung ermöglichen, Kreativität und Eigeninitiative fördern oder auf andere Weise einen konkreten Mehrwert für Kinder und unsere Region schaffen.

Am Ende geht es bei den Förderprojekten nicht darum, einfach nur etwas weiterzugeben. Es geht darum, Möglichkeiten zu schaffen: die Möglichkeit, ein Stück Holz mit den eigenen Händen zu bearbeiten, etwas auszuprobieren und nicht gleich beim ersten Versuch aufzugeben, aus einem Dachs, einem Hasen oder einer Kuh eine eigene Geschichte entstehen zu lassen und solche Erfahrungen unabhängig vom Einkommen der eigenen Familie machen zu können.

Aus kleinen Händen entstehen dabei manchmal ziemlich große Dinge. Und mit jedem Allgäuer Holztier, das ein neues Zuhause findet, wird ein kleines Stück davon möglich.

Förderprojekte 2026/2027 im Überblick

Förderprojekt Ferienspaß ohne Grenzen Kindergarten St. Martin
Projektpartner Kinderschutzbund Lindenberg/Westallgäu Kindergarten St. Martin Stiefenhofen
Ort Lindenberg im Allgäu Stiefenhofen im Allgäu
Durchführung 4. bis 6. August 2026 24. Juni 2026
Förderwert 2.700 € 300 €
Fördergegenstand 280 vorbereitete Hasen und Igel aus bayerischem Ahornholz sowie Material, kindgerechtes Fertigungskonzept und Durchführung Zusätzliche handgefertigte Allgäuer Holztiere für das freie Spiel
Wirkung 280 Kinder konnten ihr eigenes Holztier schleifen, gestalten und anschließend mit nach Hause nehmen. 80 Kinder aus drei Kindergartengruppen können die Holztiere dauerhaft für freies und fantasievolles Spielen nutzen.
Pädagogischer Wert Handwerkliches Erleben, Kreativität, Selbstwirksamkeit, Konzentration und Ausdauer Freies Spiel, Fantasie, Naturbezug und das Entwickeln eigener Geschichten
Besonderheit Kostenfreies Mitmachangebot für alle Kinder beim „Ferienspaß ohne Grenzen“ Regionales Förderprojekt nur wenige hundert Meter von der Werkstatt der Allgäuer Holztiere entfernt
Gesamtumfang 280 selbst gefertigte und gestaltete Holztiere Holztiere im Gesamtwert von rund 900 €, davon 300 € aus dem Förderprogramm der Allgäuer Holztiere
Gesamtförderwert 3.000 € für die Förderprojekte 2026/2027
Zurück zum Blog